CurVe-Dialog „Finanzielle Grundbildung“ - offen und zielführend

Bilanzkonferenz des Projektes „Schuldnerberatung als Ausgangspunkt für Grundbildung. Curriculare Vernetzung und Übergänge CurVe“ am 15. September 2014 in Bonn

Der Einladung zum CurVe-Dialog sind bundesweit rund 60 Teilnehmende aus den Bereichen Schuldnerberatung/Soziale Arbeit und Weiterbildung/Erwachsenenbildung gefolgt. Die Projektpartner eröffnen den Dialog mit Berichten über bisherige Projekterfahrungen und -erkenntnisse. Neben der Vorstellung der Rechenlevels im Bereich finanzieller Grundbildung, die als zukünftige Diagnoseinstrumente eingesetzt werden können, stand die Präsentation des in CurVe entwickelten Kompetenzmodells „Finanzielle Grundbildung“ im Fokus. Als Grundstruktur im Sinne einer Kreuztabelle beinhaltet das Modell einerseits sechs Domänen finanzieller Grundbildung und andererseits die Bereiche Wissen, Lesen, Schreiben und Rechnen mit dazugehörigen (Handlungs-)Anforderungen in Alltagssituationen in jeder Domäne. Das Modell ist theoriegeleitet sowie empirisch basiert und bietet eine ressourcen-, lebenswelt- und handlungsorientierte Grundlage für Diagnose und Didaktik.

Die Anwendungsmöglichkeiten des Kompetenzmodells wurden in den drei Arbeitsgruppen „Partizipative Angebotsentwicklung im Sozialraum“, „Schuldnerberatung und Grundbildung: Übergänge und Vernetzung“ und „Didaktik der (finanziellen) Grundbildung: Lebensweltorientierung als Ausgangspunkt für Lerninhalte“ mehrperspektivisch erörtert.

Intensive Diskussionen folgten dann im World-Café an verschiedenen Thementischen. Nachgegangen wurde Fragen im Hinblick auf Ansprachestrategien, Diagnostik, die Zusammenarbeit von Schuldnerberatung/Sozialer Arbeit und Grundbildung/Erwachsenenbildung, adäquate Lernformate, mögliche Lernorte und Einsatz des CurVe-Kompetenzmodells.

Frank Bertsch, Wirtschaftswissenschaftler und im Vorstand des Präventionsnetzwerkes Finanzkompetenz, und Prof. Dr. Rainer Brödel, Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaft, plädierten in ihren Schlussstatements für die weitere Zusammenarbeit und die Fortführung des Dialogs zwischen Schuldnerberatung und Grundbildung. Es sei wichtig, lebensweltorientierte Angebote finanzieller Grundbildung zu entwickeln und Mitarbeitende in der Schuldnerberatung und in der Weiterbildung für dieses Thema zu sensibilisieren und zu professionalisieren.

Beate Bowien-Jansen, Ewelina Mania, Monika Tröster